Freitag, 1. August 2014

Gerade oder Kurve oder die Crux mit der Dehnungsfuge

Manchmal hat man das Gefühl zwei Schritte nach vorne und einen zurück zu machen. Wenn etwas fast fertig erscheint und man doch noch mal von vorne beginnen muss - ist das absolut frustrierend....

Mit der Leistung des Estrichlegers waren wir in Sachen Oberflächenebenheit soweit zufrieden, Schwierigkeiten tauchten jedoch im Zusammenhang mit den eingebrachten Dehnungsfugen im Erdgeschoß (Küche / Wohnzimmer) und im Technikraum (getrennte Platte für die Luft- Wasserwärmepumpe) auf. Beim Verlegen der Fliesen im Technikraum stellten wir uns zunächst die Frage: Wo anfangen? Wir entschieden uns dafür die Dehnungsfuge als Verlegeansatz zu nutzen, damit wir nicht gezwungen sind, die Fliesen in der Mitte des Raumes zu schneiden um der Dehnungsfuge ihren Platz einzuräumen. Soweit so gut gedacht, doch leider ließ sich dies nicht bewerkstelligen, da die Dehnungsfuge nicht als Gerade angelegt wurde und einen Versatz von mehreren Zentimetern aufwies.
schwer zu sehen: Dehnungsfuge = Kurve
hier wird der schräge Verlauf deutlich



















Einfach entlang der Fuge legen funktionierte also nicht:
1. Lösungsansatz von Google: Eine neue Dehnungsfuge in den Estrich schneiden!
Darauf verzichteten wir, da wir a) nicht ohne Zeitdruck arbeiten, b) das dafür erforderliche Werkzeug nicht vorhanden war, c) wir nicht genau wussten ob unter dem Estrich bereits Leitungen verlegt wurden, die bei einem Neuschnitt verletzt werden könnten und d) man keine Garantie bekomt, dass die neue Fuge auch die Arbeit entsprechend übernimmt und die Fliesen über der alten Dehnungsfuge nicht doch reißen.

2. Lösungsansatz von unserem Maler, der in einem früheren Leben auch Fliesen verlegt und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte:
Die Fliesen im Bereich der Dehnungsfuge mit Silikon verkleben.

Dieser 2. Lösungsansatz in Kombination mit einem Dehnungsfugenprofil und der Nutzung von Flexkleber und Flexfuge im übrigen Bereich lassen uns hoffen, dass wir mit unseren Fliesen keine Probleme bekommen. Ich würde mich freuen hier noch einige Ratschläge nachträglich zu lesen, wie Profis dieses Problem angehen.

Im übrigen Haus haben die Fliesenarbeiten auch begonnen und sollen zusammen mit dem Einbau der Türen, der Küche und der Badamaturen in der kommenden Woche beendet werden - dies ist auch erforderlich, da ja bereits für das nächste Wochenende der Umzug ins neue Haus geplant ist.
Leider haben sich die Fliesenarbeiten aufgrund von Terminschwierigkeiten beim Fliesenlege um zwei bis drei Wochen verschoben, so dass nicht nur die weiteren Handwerker auf ihrer Ware sitzen sondern auch wir unserem Zeitplan hinterher hinken...
Last but not least wurden auch einige qm unserer Duschfliesen von Köbig nicht geliefert, so dass sich hieraus weitere Verzögerungen ergeben haben.

Auch beim Parkettverlegen sind wir ordentlich voran gekommen und müssen "nur noch" die Abschluss- und Übergangsleisten anbringen. Das Verlegen des Parketts verlief weitestgehend ohne größere Schwierigkeiten (bis auf das eine oder andere "Masterstück", dass besondere Schnittgeschicklichkeit erforderte). Allerdings machte uns die Dehnungsfuge im Erdgeschoss einen ordentlichen Strich durch die Rechnung, nachdem das Parkett verlegt war informierte uns der Fliesenleger, dass die Fuge zwischen Küche und Wohnzimmer einen Versatz von ca. 4,5 cm hat. Für uns bedeutete dies, dass das Parkett wieder komplett raus, die Estrichstufe (die extra zum Ausgleich des Höhenunterschieds  musste zwischen Fliesen und Parkett eingebracht wurde) abgefräst und das Parkett wieder neu verlegt (mit entsprechendem Zuschnitt) werden musste. Vom Estrichleger wurde wenigstens erklärt, die dadurch anfallenden Kosten zu übernehmen.

bei uns sagt man: "Voll Schepp"


Für mich unerklärlich, warum der Estrichlege den Höhenunterschied so genau hinbekommen hat, die Fuge jedoch schräg in den Raum "zauberte".


Mittwoch, 16. Juli 2014

Blower Door Test

Etwas überraschend meldete sich vergangene Woche das Unternehmen, das den Blower Door Test bei uns durchführen sollte. Als Termin für den Test wurde der vergangene Montag verabredet.

Neben den laufenden Eigenleistungen (Streichputz aufbringen, Parkett legen, Fliesen legen und verfugen) musste nun auch noch das Fenster im Technikraum eingebaut werden - eigentlich wollten wir damit ja warten, bis der Lichtschacht verputzt ist. Also wieder eine Abendschicht einlegen und rein mit dem Fenster (zu Lasten des WM-Finales :((  ).

Das Ergebnis des Differenzdruck-Messverfahrens (Blower Door Test) verlief postiv. Wenn ich es laienhaft so ausdrücke, wie ich es verstehe: Das Haus und vor allem die selbst eingebauten Fenster sind dicht. Einzig am Fenster im Arbeitszimmer muss noch einmal etwas nachgedichtet werden.

Im Rahmen des Testes wurde eine volumenbezogene Luftdurchlässigkeit von 0,78 / h erreicht. Der zulässige Grenzwert gem. DIN 4108-7 und § 6 der EnEV beträgt 1,5 / h - der Test demnach bestanden.

Dienstag, 1. Juli 2014

Muskelhypothek wird nun abgerufen

grobe Unebenheiten werden entfernt

Auf mehreren Ebenen laufen derzeit unsere Eingenleistungen. Im Bereich der abgebauten Bautreppe blieben noch einige Löcher im Estrich zurück, außerdem war der Estrich in diesem Bereich nicht ganz eben. Mit Estrichbeton füllten wir zunächst die Löcher. Nachdem der Trockung des Estrichbetons wurden die Unebenheiten mit Fließspachtelmasse ausgeglichen.
Bärry kontrolliert die Ausgleichsmasse, nach hinten zur Wand steigt der Estrich noch mal an.

Im Keller wurde der Vorratsraum inzwischen fast fertiggestellt. Das Fenster, das zunächst vom Kellerbauer vergessen wurde und bei dem wir überlegt hatten, ob es doch in der hochwertigen Holz-Aluvariante eingebaut werden soll, da es von Garten aus sichtbar sein könnte, ist verbaut. Die verschiedenen Angebote für eine Holz-Alu-Ausführung waren so teuer, dass wir uns dann doch für ein Kunststofffenster entschieden haben. Bezogen haben wir es in 3fach-Verglasung bei einem Baumarkt. Bei den Angeboten im Internet war ich doch etwas erschüttert, Lieferzeiten von 6-8 Wochen und Lieferkosten, für die ich mehrere Fenster beim Baumarkt direkt holen könnte, ließen mich von einer Bestellung Abstand nehmen. Hinsichtlich des Einbruchschutzes werden wir das Fenster noch mit einigen Hilfsmitteln pimpen. Der Einbau verlief nicht so einfach wie erhofft. Die sehr enge Fensteröffnung und der Beton des Kellers machten das Projekt zu einem Kraftakt und einem Geduldsspiel. Auch wenn mir die Routine beim Fenstereinbau fehlt, wurde mir klar, warum der Kellerbauer sich nicht darum gerissen hat, das Fenster selbst einzubauen. 
Enttäuscht sind wir etwas von der Firma Pittner (Ingelheim), die uns das versprochene Angebot für die Fenster schuldig blieb.

Auch die Fliesenarbeiten in dem Raum sind fast abgeschlossen. Lediglich die Sockelleisten müssen noch verfugt werden. An der Tür haben wir die Sockelfliesen noch nicht angebracht; damit warten wir bis die Türen sitzen. Das Verfugen war eine echte Schmutzarbeit! Ich erntete auch reichlich Gelächter als ich vom Verfugen nach Hause kam: nicht wenig der Fugenmasse ist im Verlaufe des Tages in meinem Gesicht gelandet.

Unser Fliesenleger für die Bäder sagte: 

 "Verfugen macht gar nicht so viel dreck - wenn man es kann."

Bärry beim Verfugen, Schmutzarbeit
Schnell wird mir klar, dass mir diese Fähigkeit fehlt - die Berufserfahrung und die Ausbildung zum Fliesenleger muss ja auch irgendwo ihren Sinn haben ;). Dennoch glaube ich, dass die Fugen ganz gut geworden sind. Den Dreck habe ich auch ganz gut wieder wegbekommen (auch von mir). Nach kurzem Antrocknen habe ich die Fliesen grob gesäubert, am nächstern Tag sind wir dem restlichen Schmutz mit Zementschleierentferner zu Leibe gerückt. 
  

Verfugt, Sockelleisten fehlen jetzt noch:













Voran geht es auch im Erdgeschoss: Die Wände wurden mit einer speziellen Grundierung für Lehmputze vorbearbeitet. Nach einer Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden konnte dann der Lehmstreichputz aufgebracht werden. Wir haben uns mit dem Ziel eine etwas stärkere Strukturierung zu erreichen für einen 2maligen Anstrich entschieden. Ich war lange skeptisch, ob wir die verspachtelten Stellen zwischen den Fermacell-Platten mit dem Streichputz verschwinden lassen können und hätte eher den Spachtelputz verwendet. Nachdem das Ergebnis des ersten Raumes nun vor liegt, muss ich sagen: der Maler hat augenscheinlich sehr gut vorgearbeitet und von den "Schnittstellen" ist praktisch nichts mehr zu sehen. Der Streichputz war also eine gute Entscheidung.

Vorbehandelt sieht es auch schon gut aus!
Farblich haben wir uns für das ganze Haus auf ein Naturweiß festgelegt. Punkuell setzen wir in einigen Räumen auch einzelne Wände farblich kontrastiert in Szene. Im Wohnzimmer wird die "Fernsehwand" in Marone "gestreichputzt". Wir bringen den Putz mit einem Pinsel auf - die "fleckige" Erscheinung ist gewollt. (Für eine gleichmäßige Deckung sollte eine Lehmfarbe verwendet werden, diese kann auch mit der Rolle aufgebracht werden)




mit dem Pinsel aufgetragen und beabsichtigt Fleckig   

Im Keller haben wir auf den Streichputz verzichtet und tapeziert. Hierzu haben wir die Betonwände zunächst mit "normalem" Weiß grundiert. (eventuell wäre es für das Tapezieren besser gewesen eine andere Grundierung zu verwenden) Anschließend wurde tapeziert und die beiden Wohnräume mit Lehmfarbe gestrichen.
Lehmfarbe noch nass, abgetrocknet entsteht ein gleichmäßiges Bild









die fiese Schmacke


Ein Wehrmutstropfen haben wir im Wohnzimmer festgestellt. Nach den ersten Arbeiten im EG durch unsere Maler befand sich eine Schmacke in einem Fenster. Den Maler haben wir bereits darauf angesprochen - Ausbesserung wurde uns zugesichert.








Mittwoch, 25. Juni 2014

Innenausbau gestartet und die Heizung ist da.


Einige Wochen habe ich nichts mehr hier geschrieben, dies ist der gerade laufenden WM, der Kinderbetreuung und der kleinen und größeren organisatorischen Angelegenheiten rund um den Hausbau geschuldet.

Unser Erdbauer stellte uns einen Stapler bereit
Lieferung der Heizanlage
Luft-/Wasser-/Wärmepumpe noch nackig.
Was inzwischen geschah: Die Firma Schlechter hat die Luft-Wasser-Wärme-Pumpe geliefert und angeschlossen, die Stromerzeugung vom Dach läuft und die Treppe von Kluwig wurde eingebaut. Leider hat unser Kreditgeber die veranlasste Zahlung an den Treppenbauer verdattelt. Wir sind gespannt wer den Schaden für den nun nicht mehr eingeräumten Preisnachlass im Falle einer sofortigen Rechnungsbegleichung übernimmt. Die Treppe ist noch schön eingepackt, so dass wir bislang noch keine Gelegenheit hatten sie in ihrer vollen Pracht zu bewundern. Beim Wasserspeicher mussten wird feststellen, dass eine Zuleitung leicht leckt - hier wurde eine entsprechende Zusage für die Nacharbeit gegeben.

Baubär im Technikraum
Nach dem Einbau der Heizungsanlage trägt unser Technikraum seinen Namen zu recht, wenn man sich nun vorstellt, dass die Lüftungsanlage, Waschmaschine und Trockner noch fehlen, wird schnell klar, dass es eine sehr gute Idee war, den Raum vor Beginn der Arbeiten an der Haustechnik zu streichen. Außerdem wird deutlich, dass der Raum keinesfalls zu groß gewählt wurde.

Nachdem die Trocknungszeit des Estriches nun abgelaufen ist, wurde mit den Spachtelarbeiten im Haus begonnen, die Kellerräume geweißt und Gästezimmer/Arbeitszimmer (Keller) tapeziert und mit Lehmfarbe gestrichen.

Im Vorrats-/Abstellkeller haben wir nun auch in Eigenleistung begonnen die Fliesen zu legen. Die haben wir als Angebot über einen Baumarkt unseres Vertrauens bezogen.
Der Baubär streicht und...
verlegt Fliesen...
Für das Wochenende steht ein Termin mit dem Fiesenleger an, sollte alles klar gehen, könnten die Fliesen bereits übernächste Woche verlegt sein.

Dienstag, 3. Juni 2014

Gerüst ist Abgebaut

Inzwischen ist das Gerüst am Haus abgebaut.
Das Gerüst ist weg, jetzt kann auch die Geländemodellierung 
beginnen
Leider haben die Gerüstbauer vergessen, die vom Gerüst hinterlassenen Löcher im Putz zu schließen - oder der Verputzer hat vergessen ein wenig Putz an der Baustelle zu lassen, damit die Gerüstbauer die Löcher schließen können. Wir gehen jedoch davon aus, dass dies entsprechend nachgebessert wird, wenn die Firma Klein (Verputzer) noch weitere Arbeiten am Haus ausführt. Mit der Arbeit des Verputzers sind wir bisher sehr zufrieden, da die Firma sehr sauber gearbeitet hat. (Unter anderem wurden alle Fenster sauber abgeklebt und die Dachentwässerung abmontiert)

Auch die Firma Frammelsberger war wieder am Haus und hat kleinere Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Unter anderem wurde die "angemackte" Terassentür ausgetauscht und die beschädigte Außenwand "geflickt".
Die alte und die neue Tür.
Ironischer Weise, war bei der neuen Terassentür ein Stück des Glaseinsatzes abgeplatzt, so dass das Glas aus der "alten" in die "neue" Tür eingesetzt werden musste. (Hier konnte man auch erkennen, mit welchen Problemen die Hausfirmen zu kämpfen haben: wurde die Tür beim Transport, beim Abladen oder schon im Werk beschädigt? Wer trägt die Kosten für den Schaden? Für uns eine nebensächliche Frage, für die beteiligten Firmen sicher eine Sache, die nicht zu vernachlässigen ist.) Im Rahmen der Arbeiten wurden durch die Mitarbeiter von Frammelsberger insgesamt vier "verdächtige" Stellen geöffnet, an der die Dampfsperre durch das fehlerhafte Aufstellen des Gerüstes verletzt worden sein könnte. An -so die Mitteilung von Frammelsberger- drei Stellen musste die Dampfsperre mittels eines speziellen Klebebandes "geflickt" werden.

SOS-Heizgerät
Da die Bautreppe noch im Haus steht und über die Bautreppe die Wärmepumpe nicht in den Keller gebracht werden konnte, wurde durch die Firma Schlechter ein SOS-Heizgerät aufgestellt, damit das Aufheizprogramm endlich starten kann und wir keine weitere Zeit verlieren. Am kommenden Montag wird dann die Bautreppe ab - und die richtige Treppe eingebaut. Gleichzeitig wird die Wärmepumpe im Haus aufgebaut und in Betrieb genommen. Von der Haustechnik wurde gewünscht, dass hierfür die Zugangsmöglichkeit zum Haus optimiert wird. Da es unserem Erdbauer nicht möglich war, kurzfristig eine entsprechende Zugangsrampe zu bauen, sagte man uns seitens der Firma Förster zu, ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, das die Rampe ersetzt. Wir sind gespannt, ob am Montag alles glatt geht.

Die Rechnung für das Aufstellen des SOS-Gerätes liegt uns bereits vor: 767.- Euro die so nicht eingeplant waren. :((. Auch Strom soll das Gerät bis zu seinem Abbau ordentlich verbrauch haben :(
Es sind die vielen Kleinigkeiten, die einem beim Bau auch das Knick brechen können. Daher sind wir froh, dass wir bisher nur wenig solcher negativen Kostenüberraschungen erleben mussten.

Noch nicht abgeschlossen ist unsere Suche nach einem Kellerfenster. Was banal klingt, hat seinen Grund: zunächst haben wir für den Keller ein "einfaches" Kunststoffenster eingeplant, da wir davon ausgegangen sind, dass das Fenster unter der Erde liegt und mittels Lichtschacht mit der "Außenwelt" verbunden wird. Vor Ort und in 3D zeigt sich nun, dass das Fenster doch sichtbar bleibt. Damit stellt sich die Frage, ob wir das Fenster farblich an die anderen Fenster angleichen. Hier gibt es diverse Lösungsansätze: Streichen oder Folieren des Rahmens oder doch auch für den Keller ein hochwertiges Holz-Alufenster? Derzeit favorisieren wir die Holz-Alu-Lösuung und fragen verschiedene Anbieter an...

Samstag, 24. Mai 2014

Akzente für den Außenputz

Ganz in Weiß erschien uns für das Haus zu langweilig und kalt, Holz zur Auflockerung der Fassade kam für uns wegen des Pflegeaufwandes und der daraus resultierenden Folgekosten (ich machte bei meinem letzten Haus damit einige Erfahrungen - [streichen der Wetterseite alle 4-5 Jahre, Kosten für Farbe und Gerüst]) nicht in Frage. Daher entschieden wir uns schon bei der Bemusterung dafür einige farbliche Akzente am Haus zu setzen und entschieden uns für ein dunkles rot/braun.
Farbfächer von Caperol
Vor zwei Wochen erhielten wir die Nachricht, dass der "Helligkeitsbezugswert" der Farbe zu niedrig ist und daher vom Hersteller und vom Maler keine Garantie übernommen wird, dass der Putz nicht reisst.

Soweit ich es verstanden habe war der Kontrast (der im Helligkeitsbezugswert ausgedrückt wird) zu hoch, dies bedeutet, dass die Farbe im Vergleich zum sonstigen Weiß zu dunkel ist, so dass die Gefahr bestanden hätte, dass der Putz durch die Sonneneinstrahlung unterschiedlich aufheizt und dadurch Spannungsrisse entstehen könnten.

Dementsprechend besorgten wir uns beim Malereinkauf einen Farbfächer und wählten als neue
Kontrastfarbe (Pfand für den Farbfächer: 20,01 €) "Pacific 45". Der Sockel wird später dann vermutlich im noch etwas dunkleren "Tundra 5" gestaltet. (Caparol Fassade A1 Concept).

Uns gefällt das Ergebnis ganz gut:


Der Farbakzent harmonisiert mit der Farbe der Fensterrahmen ;)

Dienstag, 6. Mai 2014

Estrich und Bemusterung der Treppe

"Auf dem Bau fängt der frühe Vogel den Wurm", mit diesen Worten begrüßte mich der Estrichbauer von Solid Work als ich 10 Minuten nach dem verabredeten Termin auf der Baustelle erschien. Die Truppe war schon früher als vereinbart an der Baustelle und verschaffte sich Zugang zum Keller durch das noch fehlende Kellerfenster.
Die Heizung wartet auf den Estrich
Der zweite Satz des Estrichbauers irritierte mich dann aber richtig: "Die Katja liegt schon im Keller und die Dämmung haben wir auch schon eingebracht!" O.k. lass mich kurz rekapitulieren: die Jungs waren also deutlich vor dem verabredeten Termin im und am Haus und haben die Zeit nicht vertändelt. Toll, die Dämmung ist schon drin, aber wer zum Teufel ist Katja und warum liegt sie in unserem Keller???

Es hat noch einige Momente und Erklärungen gedauert bevor ich begriffen habe, dass es sich nicht um sizilianische Estrichbauer handelt, die mir eine unliebsame Kundin unter den Boden schieben wollen, sondern dass es sich um die "Knauf Katja Feuchtigkeitssperre" nach DIN 18560 auf Bodenplatte handelt. Katja, die vorher im Angebot noch nicht aufgeführt war, machte den Estrich zum Abschluß runde 100.- Euro teuerer.

Draußen vor dem Haus waren auch schon die Baustoffe für den Estrich und die entsprechende Maschine bereit gestellt.


Ein Berg von Sand wartet darauf in die Maschine geschaufelt zu werden.

















Die Aufteilung des Bautrupps war schnell zu erkennen: einer schaufelt Nachschub in den Estrichmischer und zwei sind im Haus und bringen den Estrich ein. Der Chef des Bautrupps erklärte mir auf Nachfrage, dass man Estrich legt und nicht Estrich gießt, irgendwie logisch: es sind ja auch Estrichleger und keine Estrichgießer ;)

Der arme Schaufler!! ..meine Bürostuhl gestählten Muskeln hätten sich am Abend sicher deutlich beschwert...

Bereits am Ende des Tages war der Estrich komplett verlegt: im EG und OG Calciumsulfatestrich und im KG Zementestrich. Wir durften den Estrich aber erst drei Tage später besichtigen/betreten und mit der Lüftung des Hauses beginnen.

Estrich am Treppenauge zum Keller

Baubär mit Estrich, im OG ohne Abstellwinkel? Wegen der drückenden Hitze und Luftfeuchtigkeit mal ohne Shirt ;)
Estrich mit Dehnungsfuge zwischen dem Übergang Fliesen/Parkett, der Höhenausgleich der unterschiedlichen Beläge wurde bereits beim Legen des Estrichs ausgeglichen.

Gestern hatten wir den Bemusterungstermin für unsere Treppe, eigentlich war uns vorher schon klar, wie sie aussehen soll....und doch waren wir ca. 2 1/2 Stunden mit Farbe, Material, Austrittsstufe, Eingangspfosten, Winkelpfosten und Handlauf beschäftigt. Begriffe wie Eingestemmt, Aufgedornt, Bolzentreppe, Wangen etc. flogen uns um die Ohren. Alles wichtige wurde uns aber von Herrn Becht und Herrn Bosch von der Firma Kluwig laiengerecht erklärt (Treppenbau für Dummies ;))  Für uns überraschend gab es doch noch viele Kleinigkeiten zu bedenken und besprechen. Durchaus dankbar waren wir auch für die fachliche Hilfe von Herrn Becht, der viele Rückfragen und Lösungsansätze bei dem Termin in unserem Haus einstreute (und mittels seiner elektronischen Mustermappe zeigen konnte), aber auch für die Erfahrungen von Herrn Bosch, der uns deutlich sagte, wenn wir eine nicht so tolle Lösung aussuchen wollten. Am Ende des Tages würde die Treppe aufgrund der besonderen Umstände in unserem Haus (sparsames Treppenhaus) doch anders (filigraner) aussehen als zunächst gedacht. Einzelheiten dazu werden wir zeigen, wenn die Treppe Ende Mai eingebaut ist. Soviel schon einmal vor ab: Wir haben uns für eine Kombi aus Ahorn und Weiß entschieden. Der Ahorn (etwas teuerer als die ursprünglich angebotene Buche) nimmt den hellen Ton der Decke auf und das Weiß findet sich in den Türen wieder. Die Buche hat den beiden Entscheidungsträgern (leider) nicht gefallen, da sie mit dem geplanten Parkett nicht harmonieren würde.